Nach längerem Streit um Standort und Bauplatz sowie einem ergebnislosen Projektwettbewerb wurde Alfred Friedrich Bluntschli (1842-1930) mit dem Bau beauftragt, der dem Gedanken eines um Taufstein / Abendmahlstisch, Kanzel und Orgel zentrierten "bergenden Raumes" folgen sollte. - Bluntschli wählte den Stil der florentinischen Frührenaissance, in dem er 1894 auch das südliche Pfarrhaus Bürglistrasse 19 und 1900 das nördliche Pfarrhaus Bürglistrasse 11 baute. - Näheres vgl. bei "Pfarrhäuser".
Portrait Alfred Friedrich Bluntschli
Das alte Restaurant "Bürgli-Terrassen", bevor auf dem Platz die Kirche Enge gebaut wurde: aufgenommen 1870 (aus "Zürich in alten Ansichten"; Walter Baumann, Wangen ZH).
Die Bürgliterrassen vor 1892
Die Kirche wurde als Kreuzkuppelbau mit nördlich angefügtem Turm konzipiert. Zur östlichen Schauseite führt - gemäss dem Entwurf von Bluntschli, aber erst 1926 fertiggestellt - eine geschwungene Treppenanlage hinauf, - flankiert von Figuren einer "klugen" und einer "törichten Jungfrau" (A.Hünerwadel). - Vgl. bei "Aussenanlage".
Kirche Enge: Aufriss von Nord
Bluntschli's Schnittzeichnung nach Westen, mit dem alten Orgelprospekt
Kirche Enge: Grundrisse Erdgeschoss und Emporen-Ebene (Osten unten).