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Das Innere der Kirche

(Ausfürliche Beschreibung unten in den Downloads).

Kirche Enge - Blick zu Orgel und Kanzel

Kirche Enge - Blick zu Orgel und Kanzel (Photo nach 1951).

Enge: Kuppel innen

Kirche Enge: Das Kuppelfenster von innen.

Die markante Tambour-Kuppel wird im Innenraum nicht wirksam; ein überhoher Raum sollte vermieden werden.

Das optische Hauptgewicht liegt - wesentlich aus theologischen Gründen der protestantischen Kirchbaubewegung - auf der Kanzelwand mit der dahinter aufstrebenden Orgel: Gotteslob in Wortverkündigung und Musik.

Kirche Enge - Blick zur Orgel

Kirche Enge - Blick zu Kanzel, Taufstein und Orgel. Im Kuppel-Ausschnitt sind die Lünetten des reaktivierten Orgel-Fernwerks zu erkennen.

Enge: Taufstein

Kirche Enge: Taufstein, geöffnet.

Der schlanke, kelchförmige Taufstein / Abendmahlstisch auf dem Vor-Podest, der die reformierte Verbindung beider Sakramente unter Vermeidung irgendwelcher Anklänge an "Altar" und "Messe" ausdrückt, spricht demgegenüber wenig. Zur Feier des Abendmahls wird er allerdings mit einem Holzaufbau zum "Tisch" erweitert, der ursprünglich altar-ähnliche Ausmassen hatte (Bild unten).

Enge: Abendmahlstisch - bis 1964, mit den alten Kannen und den Silber-Geräten aus dem 19. Jahrhundert.

Der Tisch-Aufsatz ist inzwischen leichter gestaltet.

Kirche Enge: Blick zum Ost-Portal

Kirche Enge: Blick auf Orgel-Spieltisch und Ost-Portal. (Aufnahme vor 1982).

Enge: Blick nach Ost

Kirche Enge: Inneres - Blick von der Orgelempore nach Osten zur Hauptempore.

Als Predigt- (und Konzert-) Kirche verfügt die Engemer Kirche wie alle Kirchen dieser Zeit über sehr grosse Emporen. Die Hauptempore liegt über dem Hauptportal gegenüber Kanzel und Orgel. Insgesamt bietet die Kirche so 1200 Plätze.

Die Akustik ist für das gesprochene Wort schwierig (durch die moderne Lautsprecheranlage inzwischen verbessert), für Konzerte jedoch hervorragend.

Die Grisaille-Ausmalung und Mosaiken (Evangelisten in den Zwickeln der Kuppel) des Engemer Malers Eugen Ott sind zurückhaltend, Renaissance-haft klassisch.

Die Bildhauerarbeiten innen und aussen wurden von Joseph Regl (1846-1911) bzw. nach seinen Entwürfen ausgeführt.

Enge: Medaillon Matthäus

Kirche Enge: Medaillon Evangelist Matthäus im Nordost-Zwickel der Kuppel.

Kirche Enge: Glasbilder Petrus+Paulus

In den Glasfenstern der Querarme sind als Hinweise auf die Quellen des reformatorischen Kirchen-Verständnisses die Apostelfürsten Petrus und Paulus (oben), die Reformatoren Luther und Zwingli (unten), sowie König David mit musizierenden Engeln dargestellt (3. Bild); letztere mit Hinweis auf den Beginn des Lukas-Evangeliums: "Ehre sei Gott in der Höhe ...".

Damit werden Wortverkündigung und Gotteslob durch die Musik noch einmal hervorgehoben.

Glasbild "Zwingli und Luther"

Glasbild "David und Engelchöre Lukas 2"

Enge: Kanzel

Die Kanzel wird von einer Steinsäule getragen, lädt aber breit aus und ist mit biblischen Szenen (Mose mit den Gesetzestafeln, Christus in der Verklärung, Elia) und musizierenden Putten geschmückt (Joseph Regl, 1846-1911).

Die Beleuchtung der Kirche war - damals modernerweise - von Anfang an elektrisch.

Das ursprüngliche Unterrichtszimmer unter der Orgelempore wurde 1963 von Albert Notter in einen Besinnungsraum umgebaut und mit einem Wandteppich von Lissy Funk geschmückt, der in Stoff-Applikation und Webarbeit symbolisch auf die "Speisungswunder", den "Weinstock", den "brennenden Dornbusch", "Pfingsten" und Christus als die "Lebenssonne" hinweist.