Manegg-Gemeinschaftsgrab: Plastik Apokalypse-Engel.

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Bis 1788 war der Friedhof bei St. Peter auch Begräbnisort der Engemer Kirchgenossen. Mit der aufklärerischen Neuorientierung, die die Verlegung der Friedhöfe aus dem Stadtgebiet heraus forderte, ergab sich auch für die Enge die Notwendigkeit, einen eigenen Friedhof anzulegen. Sie tat dies naheliegenderweise beim neu erstellten Bethaus an der Grütlistrasse.
Bethaus-Bau und Friedhofs-Anlage unterstrichen und begünstigten in allen Gemeindeteilen der alten St. Peter-Pfarrei die Verselbständigung.
1878 wurde das Friedhofwesen staatlich. Die politische Gemeinde sah zunächst einen Friedhof bei der Papierfabrik jenseits der Sihl vor, was sich wegen des Industriegebiets aber als Fehlplanung erwies.
Zusammen mit Wollishofen bekam die Enge dann am Muggenbühl den Friedhof Manegg, der 1929/30 eine Kapelle (Hermann Herter) mit 180 Plätzen und einem Auferstehungs-Mosaik von Augusto Giacometti erhielt.
Der alte Friedhof an der Grütlistrasse war als Standort der neuen Kirche Enge im Gespräch, was aber wegen der Grab-Ruhefristen schwierig geworden wäre.
1924 wurde stattdessen das Kirchgemeindehaus an dieser Stelle gebaut.
Das Grab von Dr. Alfred Escher, dem "Eisenbahnkönig" und Besitzer des Belvoirparks, wurde in den neuen Friedhof Manegg verlegt (links am Nord-Eingang) und der Pflege des Staates und der Gottfried-Keller-Stiftung übergeben.
Als 1924/25 im Zug der neu zu erstellenden Eisenbahnlinie der alte Friedhof an der Grütlistrasse aufgehoben wurde, ereigneten sich merkwürdige, makrabe Dinge. Ein Zeitzeuge berichtet:
Bei der Höherlegung der Grütlistrasse wurde der alte Friedhof angeschnitten. Dabei kamen beidseits der Treppe viele Särge samt den z.T. sehr gut erhaltenen Skeletten zum Vorschein. - Aber bei einem beträchtlichen Teil der Särge (8 von 40) zeigte sich, dass sie vollständig leer waren! - Nachfragen ergaben, dass das in diesem (und nur diesem) Friedhof nichts Besonderes sei ...
Die Deutungen dieses seltsamen Befunds sind bis heute nicht schlüssig; eine besagt, dank J.C.Lavater's missionarischem Einfluss seien die betreffenden Toten gemäss Phil 3, 21 eben sofort leiblich auferstanden ...