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Bis 1800
St.Peter nachts (Photo Daniel Ter-Nedden, 21. Januar 2001, 19:55h).
Die Enge gehörte mit Leimbach zusammen bis 1882 wie das übrige linke See- und Limmatufer zur St.Peter-Pfarrei .
Ab 1647 hatte die Enge einen eigenen Katecheten, der vom St.Peter-Pfarrer gewählt wurde. Seit 1788 durfte die Kirchenpflege Vorschlags- und Bestätigungsrecht ausüben.
Dieser Katechet ("Subdiakon") hatte neben dem Erteilen von Kinderlehre und Unterricht auch mit Wochen-, Nachmittags- und Leichen-Predigten auszuhelfen und bekam sehr wenig Lohn (20 - 30 Gulden, was knapp die damaligen Lebensmittelkosten deckte (lt. Albert Hauser, Was für ein Leben, Zürich 1987).
Sonntagschule und Unterricht wurde zunächst im säkularen Gemeindehaus an der Sternenstrasse gehalten, das auch als Wirtshaus diente. Das führte zu unguten Zuständen, die bereits 1734 den Bau eines Bethauses in der Enge dringend machten.
Das Bethaus in der Enge, 1790, von Süden und noch ohne Dachreiter (zeitgenössische Zeichnung, koloriert).
1776 endlich war es soweit: ein spätbarockes Bethaus (mit südseitig angebautem Schulhaus, ab 1882 Pfarrhaus) konnte zwischen der Seestrasse und der Grütlistrasse eingeweiht werden. Sein 1845 aufgesetzter achteckiger Dachreiter mit den zwei Glöckchen rief folgenen spöttischen Spruch hervor:
"Zum Läuten braucht es drei Mann: einer läutet, einer hält den Turm und einer läuft durch die Gemeinde und macht bekannt, dass es dann läute."
Erst am Weihnachtstag 1880 durfte in diesem Bethaus Abendmahl gefeiert werden. Bis dahin waren diese Gottesdienste der Mutterkirche St. Peter vorbehalten.
Nach dem Bau der Kirche wurde das Bethaus 1899 abgerissen. Der Dachreiter diente danach einem Privatmann noch als Gartenhäuschen.
Oberhalb des Bethauses ist zwischen Grütlistrasse und Bürgliterrasse der alte Friedhof zu erkennen, der 1788 angelegt wurde, nachdem bei St. Peter in der Innenstadt keine Beerdigungen mehr erlaubt waren.
Die beiden herausragenden Pfarrer-Persönlichkeiten des 16. und 18. Jahrhunderts am St. Peter, die die Theologiegeschichte Zürichs in ihrer Zeit prägten, waren:
Leo Jud(ae), der erste reformierte St.Peter-Pfarrer, Mitstreiter Zwinglis, Verfasser des Zürcher Katechismus' und (Mit-)Übersetzer der Zürcherbibel;
und
Johann Caspar Lavater, der europaweit wirksame Vermittler zwischen Aufklärung und Empfindsamkeit bzw. beginnendem Pietismus. Er hatte auf dem Rietberg ein "Lusthüsli", ein Gartenhaus, wo er ungestört von den vielen Besuchern arbeiten konnte, und beteiligte sich mit einer Spende von 200 Pfund am Bau des ersten Bethauses von 1775/76.
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1. Gottesdienst mit Pfr. Joachim Koenig in der Kirche Enge
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Anflug auf die Kirche Enge auf youtube
Junge Kantorei Enge mit "Slow down take it easy"
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